? das ist hier die Frage. Als William Shakespeare seinen Hamlet fragen ließ, ob es um das "Sein" oder das "Nichtsein" geht, war ihm wohl noch nicht klar, dass sich Menschen ca. 450 Jahre später immer noch mit der gleichen Frage befassen. Der Unterschied besteht nur darin, dass die Frage nach der reellen Existenz, die sich durch das "Sein" ausdrücken soll, nicht mehr direkt in den thematischen Raum gezogen wird. Es geht einfach nur noch darum, zu fragen: Wenn ich heute Abend mit den Jungs Party mache, werde ich dann am nächsten Morgen noch existent sein oder nicht? Man könnte das philosophisch betrachten und nach Scheintod, Nahtoderfahrung oder dem Sinn eines dilirium-ähnlichen Exzesses fragen, aber im Grunde geht es einfach nur um den Exzess und den Morgen danach. Kommen wir aber zur Sache: Letzten Mittwoch hatte mein Kumpel Raimund (Ja, Raimund mit "ai".) Geburtstag. Die Feier war Samstag. Mein Problem war, dass ich in der Woche zwei Tage auf Seminar war, zwei Mal abends beim Fußball und drei Mal auf Party. Der Partymarathon am Samstag war zwar die logische Konsequenz, aber auch voraussichtlich mein persönliches Ende. So kam es dann auch: Ich ging vorher noch ins Einkaufszentrum, um das überlegte Geschenk zu besorgen. Im Möbelhaus vorbei an Plissee und Rollos hier (Anmerkung: Wieso gibt es eigentlich mittlerweile mehr Plissees und Rollos aus dem Onlinehandel als einfach nur Vorhänge im Laden!?) ging es in die Glasabteilung. Dort was Stylisches rausgesucht, zur Kasse, bezahlt, zur Party gefahren. Theoretisch gab es Kaffee, Kuchen, Prosecco etc. Ich weiß noch, dass ich nach vier Gläsern Prosecco zum Bier übergegangen bin und mein abendlicher Cuba Libre auf der Jeans landete. Die nächste Erinnerung, die ich habe, ist ein immenser Kopfschmerz um 8 Uhr morgens. Alle anderen schliefen noch, da die Party bis 4 Uhr ging. Ich war wohl 23 Uhr schon halbtot. Und die Moral von der Geschicht': Trinken kann man, oder nicht.